Sport Gemeinschaft Fahrtensegeln 1982 e.V.
  Jahrestörn September 2011 Kroatien
 



Bericht Jahrestörn 2011 Kroatien (Süddalmatien)
 
Schiff: Cyclades 43.4 (6 Pers.) und Bavaria 45 (7 Pers.) v. 03.09. -09.09.2011
Dubrovnik – Kobas – Polace/Insel Mljet – Lastovo – Korcula – Okkuklje – Dubrovnik
 
Samstag 03.09.
Am Samstagabend trafen wir uns am Flughafen. Vor dem Terminal 1 kam uns Ina mit Beck entgegen. Da war gleich Stimmung angesagt. Flug mit Air Berlin – Ankunft in Dubrovnik um 20.50 Uhr. Transfer mit 2 Kleinbussen in die ACI Marina Dubrovnik. Wir hatten 2 Schiffe am gleichen Steg, Gepäck und die bestellten Lebensmittel wurden verstaut, gemütlicher Ausklang auf den Schiffen.
 
Sonntag 04.09.
Am Sonntagmorgen erst mal Frühstück, dann ging die Crew zum Einkaufen, während die Skipper die Schiffe kontrolliert und abgenommen haben. Wetter heiß und sonnig.
Um 11.00 Uhr Ablegen in Richtung Kobas. Aufgrund der Hitze gab es Salat zum Mittagessen. Außerdem legten wir einen Badestopp ein: Wasser 28°C, Luft ca. 36°C.
Wir erreichten Kobas, eine sehr schöne Bucht mit 3 Konobas. Wir entscheiden uns für die Konoba „Niko“. Ob der großen Hitze müssen wir natürlich nochmal schnell ins Wasser springen. Wir reservieren einen Tisch für 19.00 Uhr.
Wir hatten natürlich schon großen Hunger und wir bestellten Vorspeise (Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Austern, Schinken und Käse). Da dies doch etwas länger dauerte, hatten wir natürlich auch großen Durst und der Wein schmeckte sehr gut. Nach der Vorspeise kam Salat.
Dann dauerte es wieder länger, der Hunger wurde größer. Endlich kam die Hauptspeise:
2 riesige Zahnbrassen gegrillt mit Kartoffeln, Paprika-Auberginen-Gemüse und Brot. Unsere 2 Jugendlichen hatten Steaks mit Pommes bestellt, die aber immer noch auf sich warten ließen. Nach mehrmaligem Reklamieren bekamen auch sie ihr Essen. Es schmeckte alles vorzüglich, am Ende spendierte der Wirt noch einen „Bembel“ Slivovicz und die Stimmung war ausgezeichnet. Diese kühlte erst ab, nachdem die Rechnung kam.
Am Montagmorgen gab es nach dem Frühstück Gelegenheit, eine alte Ölmühle neben Nikos Konoba zu besichtigen. Moni u. Gertrud haben dies auch gemacht und konnten bestaunen, wie aus Oliven richtig schönes Öl gemacht wird.
 
Montag 05.09.
Um 10.00 Uhr Ablegen in Richtung Polace. Wir segelten mit den Wellen auf die Insel Mljet
Das Wetter war wie am Vortag heiß und sonnig. Deshalb machten wir gegen Mittag wieder einen Badestopp und auch gleich ein Mittagessen (Salat mit Thunfisch und Ei). Wir trafen uns mit der anderen Crew in der Bucht von Polace. Sie ankerten über Nacht in der Bucht, während wir vor einer Konoba namens „Ogiglija“ anlegten und dort ein spezielles Essen „Peka“ orderten, das zum Zubereiten 3 Stunden dauert. Die „Peka“ wird in einer großen Kasserolle zubereitet und gart dann unter einer Glocke im Aschefeuer. Wir bestellten die Peka mit Zicklein, Gemüse und Kartoffeln. Als Vorspeise gab es speziellen Schinken und landestypischen Käse mit hausgemachtem Brot. Danach Salat und dann noch Nachspeise. Alles war sehr lecker und die Leute von der Konoba sehr nett. Danach machten wir noch einen Verdauungsspaziergang durch das Städtchen und kauften noch einige Dinge ein.
 
Dienstag 06.09.
Am Dienstag legten wir um 9.00 Uhr ab. Wir konnten bis ca. 11.00 Uhr Segeln, dann Flaute.
Mitten auf dem Meer retteten wir einen pinkfarbenen Schwimmring, der uns die ganze Zeit gute Dienste beim Baden leistete. Danach Badestopp (einschließlich Seewäsche)  mit Schwimmring und Mittagessen Penne Aglio e Olio und Salat.
Dann frischte es ordentlich auf und wir segelten bis Lastovo. In dieser Bucht wollen wir uns mit dem anderen Schiff treffen. Diese sind schon dort und wir konnten nicht anlegen, weil ein riesiges Motorschiff angekündigt ist und wir müssen warten, bis dieses angelegt hatte.
Danach war der Platz zwischen Motorschiff und unserem zweite Schiff sehr eng.
Der Inhaber der Konoba „Augusta Insula“ versuchte uns hinein zu dirigieren, von außen auch viele Ratschläge. Unserem Skipper wurde es aber zu bunt, weil viele ihre Kommentare abgaben und sagte ganz eindringlich: „I am the captain, and the crew does what I say!“
Zum Abendessen gingen wir in die Konoba „Augusta Insula“: Neben vielen leckeren Sachen gab es auch Octopus, der hervorragend mundete.
Den Abend verbrachten wir auf unserem Nachbarschiff „Spalato“.
 
Mittwoch 07.09.
Der Mittwoch begann so wie die Tage zuvor: heiß und sonnig. Nach dem Ablegen und Verlassen der Bucht konnten wir sofort Segel setzen und machten uns auf den Weg Richtung Korcula. Wir segelten bis kurz vor Korcula, dann ankern und Badestopp beim Kloster und kleiner Mittagssnack. Beim Vertilgen der belegten Brote kam plötzlich starker Wind auf. Um uns herum kam Hektik auf, viele Schiffe fuhren jetzt Richtung ACI Marina, wir lichteten auch den Anker und machten uns ebenso auf den Weg zur Marina. Aber Pfeifendeckel – der Hafenmeister ließ keine Yacht mehr in die Marina, so fuhren wir in eine kleine Bucht neben der Marina, wo wir bei starkem Wind ankerten. Um uns herum mindestens noch 25 Yachten und mindestens 15 Gullets. Wir haben kein Bier mehr – das ist eine mittlere Katastrophe. Rolf und seine Jungs machen das Dinghi startklar und lassen es zu Wasser. Ein vorbeifahrendes Fischerboot hat sie bis zum Ufer mitgezogen. Sie gingen nach Korcula-Stadt zum Einkaufen und kamen u.a. mit 1 Palette Karlovacko zurück. Der Skipper machte heute Kässpätzle mit Salat. Er teilte auch eine Ankerwache ein, die als erste von Mathias und Gertrud übernommen wurde. Im Laufe des Abends  schwächte sich der starke Wind etwas ab. Wolfgang und Rolf verbrachten aber vorsichtshalber die Nacht an Deck.  
 
Donnerstag 08.09.
Am Donnerstagmorgen ging unser Strom in die Knie, weshalb wir gleich den Anker lichteten und eine Frühstücks-Spazierfahrt unter Motor nach Korcula-Stadt machten. Das Wetter wie gehabt – sehr heiß, jedoch leichte Bewölkung und kein Wind. So fuhren wir unter Motor auf die Insel Mljet in die Bucht Okuklje. Nach dem obligatorischen Badestopp gab es heute Bratkartoffeln mit Schinken zum Mittagessen. Mats hat in der Bucht bei einer Konoba namens Lanpalo 2 Plätze reserviert – mal sehen, was uns erwartet. Diese Bucht ist wunderschön, umgeben von grünen Bergen mit einer Kirche oben auf dem Berg und wir finden auch unsere Konoba – es ist ein Agritourismo, ähnlich wie es in Italien gibt. Kurz nach dem Anlegen hat uns der Wirt frisch zubereitete Palatschinken mit Marmelade serviert, die sein Sohn gebacken hatte. Welch eine nette Geste! Er brachte auch gleich die Speisekarte, damit wir unser Abendessen vorbestellen konnten, was wir auch gleich gemacht haben. Nach einem Spaziergang in der Bucht nahmen wir das Abendessen auf dem Balkon von Lanpalo ein:
Vorspeisen, gegrillte Fische, Octopus, Fleisch, Huhn, Salat und Gemüse, hausgemachtes Brot – es schmeckte alles hervorragend. Die Mutter hat es in dem Grillhäuschen neben uns alles zubereitet. Wir waren dann zwar etwas verräuchert, aber dies nahmen wir ob des guten Essens in Kauf. Der Wein, den wir hier genossen haben (Weißwein von der Insel Peljesac) war einer der besten. Zum Schluss spendierte uns der Hausherr noch einen Haustrunk. Alles in allem ein gelungener Abend.
 
Freitag 09.09.
Unser letzter Tag, denn heute müssen wir schon wieder nach Dubrovnik in unsere Marina. Wir frühstückten unter Deck, da uns an Deck die Wespen beinahe aufgefressen hätten (Rolf wurde in den Finger gestochen und Hartwin schon gestern in die Lippe!!) Wetter: heiß und sonnig, kein Wind. Bevor wir ablegten, kam noch eine Frau und verkaufte uns selbst gebackenen Mohnkuchen am Schiff. Wir fuhren unter Motor nach Dubrovnik. Unterwegs beobachteten wir einen großen Schwertfisch, der etliche Male aus dem Wasser sprang.
In der Marina angekommen, legten wir nach dem Tanken wieder an unserem Steg an.
 
Samstag 10.09.
Am Samstag machten wir noch einen Ausflug nach Dubrovnik, eine faszinierende alte Stadt, Weltkulturerbe. Wir hatten vor, einen Rundgang auf der vollständig erhaltenen Stadtmauer zu machen, haben aber zwecks der gleißenden Sonne davon abgesehen. Die Stadt war überfüllt von Touristen von den Kreuzfahrtschiffen, die hier jeden Tag reihenweise anlegten.
Der Flug nach Stuttgart ging erst um 21.20 Uhr, so dass wir hier noch genügend Zeit hatten.
 
In der Folgewoche waren wir noch mal mit ähnlichem Ziel unterwegs. Leider war es in der gesamten Woche dermaßen windstill, dass hierüber kein Bericht verfasst wurde. Wegen nur 1,5 reiner Segelzeit lohnt es sich einfach nicht darüber zu berichtet.
 
Gertrud Rammler
 
 
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