Sport Gemeinschaft Fahrtensegeln 1982 e.V.
  Sommertörn Cote d'Azur Juni 2017
 




Bericht SGF1982 2017 Port Grimaud  

Schiff: Sea Azur

Schiff:

Dufour 512 (da Arcadie Plaissance die 450 überbucht hatte)
Erst 3 Wochen alt und 2. Mal auf Törn
Rollgroß, deutsches Großschotsystem, Gennaker vor Genua aufgerollt mit eigener Reffanlage
Schotwinsch leider hinter dem Steuerrad und damit den Steuermann behindernd und schlecht für sitzende Belegung!
Gashebel wie immer sehr tief aber auch noch sehr weit hinten
Bugstrahlruder als Jet-Stream ausgebaut; da kam Freude, Wirkung und Schaum auf.
Sehr guter Plotter am Steuerstand mit AIS-Erkennung. Auch gut zum Heimkommen in PG.
Luxus: Grill am Heck, Kühlschrank hinten im Cockpittisch, großer Salon mit Küche quer dafür schmale Vorschiffskajüten, Staufächer im Boden mit Flaschenregal

Crew:

Wolfgang  (Skipper)         
Peter  (Co)
Michaela 
Thomas 
Martin 
Klaus 

Funk:

ganz anderes System; Kanal 18 als empfohlener Schiff-Schiff funktionierte nicht. Kommunikation mit Caprice/sehr gut mit Handy

Weiteres Schiff:

Caprice, Hanse 445 mit Rolf, Uli, Ulla W, Jan, Lilly und Bernd

 

 

 

 
 

 

 

Samstag, 24.6.17

Ankunft im Hafen um 14 Uhr. Die Sea Azur lag auf dem Platz, an dem die Caprice vor 2 Jahren lag. Kabinenzuweisung ging schnell und einvernehmlich. Die noch fehlenden Handtücher und Bettbezüge kamen schnell. Formale Abwicklung ging einfach über die Bühne. Einweisung durch Vercharterer etwas kurz. Sie kannten das Schiffnoch nicht so gut. Mittlerweile Nachricht von Caprice, dass Ulla auf’s Knie fiel und sie Richtung Krankenhaus unterwegs ist. Im KH wurde nur geröntgt. Trotzdem abends alle 12 bei uns auf dem Schiff. Zum Abendesen nahm Thomas gleich den Grill auf Achtern in Betrieb: 3-gängiges Fischmenü.

Sonntag 25.6.17

Nach Frühstück gingen wir zu Rolf wegen Ulla und ihrem Knie um deren Meinung zu hören. Caprice hatte sich entschieden, komplett auszulaufen, aber nur bis Frejus (12 sm). Frejus war ab vom geplanten Kurs Cassis. Zurück auf Sea Azur setzte sich die Meinung durch „1 Verein, wir begleiten“ (und geben damit u.U. Cassis auf). Danach Einweisung durch Skipper und Co-Skipper. Die Feststoffwesten erwiesen sich als sperrig, die Lifebelts waren kompliziert, und wir bekamen noch kleine Lichtchen zum anbringen an die Schwimmwesten. Die Feuerlöscher wurden verteilt.

Auslaufen 11:15 deutlich hinter Caprice. Wind zunächst NW 4 – 5, später SSW 3-4.Kaum draußen Anruf von Rolf, dass er zurück muss, da das Krankemhaus angerufen hat, Ulla soll nochmals vorbei kommen. Wir umentschieden, nach Cavalaire zu gehen, um möglicherweise 1 Tag später 2 Crewmitglieder von Rolf aufnehmen zu können, wenn Rolf abbrechen müsste. Schöner Segelwind – wir haben sofort gerefft - allerdings raumschots was Michaela wieder Probleme bereitete. Aufgrund dessen dass die Caprice nicht mehr rauskonnte trafen wir die Entscheidung, zurück zur Basis zu gehen. Bei Ulla wurde im Krankenhaus nichts Gerissenes festgestellt. Sie hielt gut gelaunt und bei Schiffsübergängen gestützt die ganze Woche gut durch. Auf Sea Azur wurde wieder durch Thomas gegrillt; diesmal Fleisch.

Tagesleistung: 14 sm unter Segel und 17 sm unter Motor. 

 

Montag 26.6.17 Port Grimaud – Le Lavandou

Nun ging’s richtig los (10:00) mit beiden Schiffen. Zuerst ganz raus aus der Bucht, da auch kaum Wind. Danach (leider wieder) raumschots bei NO 3. Kurz vor Le Lavandou wurde noch Badebucht auserkoren. Rolf war schon dort. Aber als wir kamen war mittlerweile NO 5 und wir nahmen 4 Mal Anlauf, die Boje am Heck zu fassen und vorne zu befestigen. Gelang leider nur mit 3m Abstand, was Boot zum „Segeln“ brachte. Also wir wieder weg; an Baden war bei dem Wetter eh nicht zu denken und beide Le Lavandou angefahren (wir 16:40). Es lagen beide Schiffe nebeneinander.

Beschluss: heute gehen wir gemeinsam direkt an der Marina Abendessen. Das Menü war preislich o.k., 4 Alternativen in Vorspeise und Hauptgang sowie 2 Desserts und recht gut.


Tagesleistung: 12 sm unter Segel und 19 sm unter Motor.

Dienstag 27.6.17: Le Levandou – Porquerolles

Nach Auslaufen (10:15) zunächst kaum Wind und wir beide unter Motor zielgerichtet die Badebucht in Port Cros angestrebt. Der Anker hielt beim 2. Versuch. 4 Herren unserer Crew schwammen bei ziemlich kaltem Wasser – die Schätzungen lagen so bei 18-19 Grad - zur Caprice rüber. Zur Weiterfahrt stellte sich auch kein besserer Wind ein, also wieder Motor und an der Südseite von Port Cros vorbei nach Porquerolles. Kamen wir noch halbwegs ohne große Rushhour an die Mole (17:20) (sucht euch einen Platz und meldet ihn hinterher), kam Rolf etwas später in eine nie gesehene Rushhour mit Fähren, Seglern und Motorbooten. Musste deshalb 2 Mal anlaufen. Kam jedoch neben uns.

Tagesleistung: 21 sm unter Motor.

Mittwoch 28.6.17 Porquerolles – St. Tropez

Eigentlich war geplant, da Mistral ab Mittwochabend angekündigt war und Windfinder und die anderen Wettervorhersagen die ganze Woche recht hatten, nach Cavalaire zu gehen, um dort am Donnerstag u.U. verbleiben zu können und am Freitag nur noch nach Port Grimaud zu müssen. Die Cocktailbar in Cavalaire zog natürlich auch an. Wir wollten früh los. Caprice entschied, gleich abzulegen und draußen zu frühstücken, hatte somit Vorsprung. Wir frühstückten noch im Hafen und legten um 09:05 ab. Zunächst wenig Wind. Deshalb unter Motor Richtung Cavalaire. Rolf meldete sich nun aus Cavalaire, dass für unsere Schiffsgrößen kein Platz sei. Die Mistral-Vorhersage auch noch für Freitag ließ uns St. Tropez anlaufen. Wind kam nun auf, aber 2 Gewitter von vorne und hinten kommend ließen uns entscheiden die Segel unten zu lassen und unter Motor zügig St. Tropez anzustreben. Dass die Gewitter sich urplötzlich nach Süden verkrümelten, war nicht vorherzusehen. Rolf sahen wir in St. Tropez gleich vorne am 2. Steg liegen. Wir rein zur Capitanerie, die diesmal sehr ruhig (nicht in den Booten) war und uns an die Außenmole geleitete. Fest in St.Tropez um 15:30. Und der Mistral kam! Sehr ruhiger Platz, da leeseitig der hohen Mauer,  dafür mussten wir ganz außen rum in die Stadt und zur Marine laufen. Die Caprice hatte es deutlich – gut für Ulla - näher zur Marina und in die Stadt. Nach Abendessen auf beiden Schiffen zu zehnt noch das berühmte Eis gegessen, die Schönen und Reichen von außen auf den teuren Schiffen im Alten Hafen begutachtet und über die 2. Reihe einen Spaziergang zurück gemacht. St.Tropez by night ist die etwas teurere Liegeplatzgebühr ein Mal wert.

Tagesleistung: 31 sm unter Motor.

Donnerstag 29.6.17 St. Tropez – Fréjus

Caprice entschied sich für Hafentag. Da die Windvorhersage nicht so schlimm war (4 – 5,5) sind wir raus und nach Fréjus. Ablegen 10:30. Bei zunächst NW 3 unter Segeln Richtung Fréjus. Frischte später auf zur 5, in Böen 5 - 6. Wir refften mehrmals rein und wieder raus. Nachdem wir Höhe Fréjus erreicht hatten, waren Manöver angesagt. Das gut vorbesprochene Boje über Bord mit einfachem Münchner Manöver (nur sofort beidrehen und drauf schwimmen lasen) ließ uns fast unsre „Boje“ (5-Liter-Wasserkanister mit einem Bändsel) verlieren, da das Manöver von Anfang an zu langsam durchgeführt wurde. Aber, auch ohne die Flasche zu sehen (Ausguck war besetzt verlor sie aber bei ordentlich Welle aus den Augen), kamen wir mit den richtigen Manövern wieder in ihre Nähe, sahen sie und fischten sie sauber auf. An allen Segeltagen hatten wir auf den Winschen Verhakungen aufgrund nicht sauber aufgedrehter ersten 3 Wicklungen um die Winsch; die abgehende Leine wurde immer sauber abgezogen. Grund: die Winsch ist hinter dem Steuerrad und die meisten haben die Winschbelegung im Sitzen gemacht. So wurden die Wicklungen mehr geworfen als sauber aufgedreht. Plötzlich sahen wir, dass unsere Backbord-Winsch den Deckel verlieren will. Die Techniker haben alle losen Einzelteile gesammelt. Die Winsch hatte die Schot belegt, es war aber klar, dass wir da drauf nur noch abwerfen konnten, nicht mehr drauf ziehen. Also rein nach Fréjus. Angemeldet hatten wir nur 4,48 m Breite – anstelle 4,80 – aber auch mit 4,48, wären wir in die durch die Marinero angewiesene, schwierig anzulaufende Box nicht reingekommen. Die beiden Schiffe daneben stauchten den Hilfsmarinero sichtlich zusammen, dass er überhaupt uns da reinlassen wollte. Unser 2. Platz war dann weit aus geräumiger. Fest um 14:30.

Die Techniker haben die Winsch wieder repariert aber auch gleich festgestellt, dass das wohl beim Bauen schief drauf gezogene Kunststoffgewinde in ein Metallgewinde weiter Ärger machen wird. Sie sollten recht behalten. Bei uns gab es abends super Risotto mit Meeresfrüchten durch unsere Köche Thomas und Martin. Michaela und der Wolfgang gingen wie vor 2 Jahren wieder Cocktail trinken (nur Cocktail trinken J)

Tagesleistung: 18,5 sm unter Segel und 1 sm unter Motor.

Freitag, 30.6.17 Fréjus – Port Grimaud

Ein schöner Segeltag bei Winden zwischen NW und WNW mit Stärken zwischen 3 und fast 5. Wir raus um 10 Uhr. Davor klemmte aber noch die Mooring, obwohl wir 3 m uns rauschwimmen ließen. Auch an diesem Tag mehrmals aus- und eingerefft. Da Wind von NW nach WNW fast W drehte, wurde Segelstrecke länger. Der letzte Schlag führte uns direkt an die Stadtkante von St. Tropez. Und die Winsch gab wieder nach. Also nach letztem Backbord-Bug die Segel runter und nach Port Grimaud rein. Dann Jet-Stream schnell zur Tankstelle gedreht und vollgetankt. Diesmal lagen an der Stegspitze nicht mal die Bötchen im Weg, was uns dann aber auf einen Festmacher Pfahl aufpassen ließ.

Abendessen dann wie vor 2 Jahren gemeinsam an der Ecke, diesmal aber auf der Terrasse zum Kanal.

Tagesleistung: 15 sm unter Segel und 3 sm unter Motor.

Gesamtleistung: 60 sm unter Segel und 92 sm unter Motor.

Fazit:

Die Crew der Sea Azur fand es einen schönen Törn. Wohl auch geprägt durch den Luxus und die 2. Wochenhälfte. Menschlich hat es super gepasst. Auch mit Rolfs Schiff hat es sehr gut geklappt.

Wolfgang Merz

 
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